PRESSEMITTEILUNG: Themen der Gemeinderatssitzung vom 31. Juli 2025
diskutiert, darunter drei Anfragen (davon eine mit der TK) und ein Antrag, der leider
von der Mehrheit abgelehnt wurde.
A.
Die erste Anfrage betraf Informationen zur Situation der lang ersehnten
Südspanne: Zusammenfassend haben wir gefragt, ob
- die Verzögerung bei der Genehmigung der A22 die Arbeiten an der Südspanne
beeinträchtigen wird? - die Gespräche mit den Eigentümern der vom Bau der Südspanne betroffenen
Grundstücke abgeschlossen sind? - der Bau der Eisackbrücke die Möglichkeit einer unterirdischen Trasse der
Verbindungsstraße beeinflusst, wie bereits 2008 von der GBL gefordert? - Wie soll das neue Sportgebiet Süd und das Gebiet Millander Au am besten
geschützt werden? - Die unterirdische Trassenführung der Südspanne hätte sowohl aus
landschaftlicher Sicht als auch hinsichtlich der Lärmbelastung erhebliche Vorteile.
Beabsichtigt die Gemeinde, diesbezüglich im Rahmen der endgültigen Planung
Maßnahmen zu ergreifen?
Auf unsere Fragen erhielten wir zufriedenstellende Antworten. Stadtrat Schraffl
versicherte, dass die Verzögerung bei der Genehmigung der A22 keinen Einfluss auf
den Bau der Verbindungsstraße haben werde, dass die Gespräche mit fast allen
betroffenen Grundstückseigentümern abgeschlossen seien und dass es keine
Möglichkeit gebe, die Straße unterirdisch zu verlegen, da es zahlreiche Auflagen
gebe, die den Bau eines Tunnels in den kurzen Zwischenabschnitten wenig sinnvoll
machten. Außerdem sei es in der Nähe der Eisack aufgrund des Grundwasserspiegels
und der hydraulischen Situation nicht möglich, eine unterirdische Trasse zu
realisieren; und für das Sportgelände und die MillanderAu werde eine angepasste
Geländemodellierung geprüft, um die Erholungsgebiete und das Biotop bestmöglich
vor der neuen Verkehrsader abzuschirmen.
B.
Zur zweiten Anfrage (Kompetenzen von BrixenCultur bei der Planung des
Hofburggartens), die gemeinsam mit dem TK gestellt wurde, verweisen wir
hinsichtlich der Begründung auf die bereits zuvor versandte Pressemitteilung; die
Antworten haben uns überhaupt nicht zufrieden gestellt, da sie nicht zutreffend
sind. Einziger interessanter Punkt sind die Angaben zu den Brixenclassic gewährten
Finanzierungen.
C. Auf die Frage nach den Auswirkungen des Bauprojekts Letznerhof in Kranebitt auf
die Mobilität, die Landschaft, den Immobilienmarkt und die Lebensqualität der
Anwohner hat der Bürgermeister teilweise zufriedenstellend geantwortet. Die
Zusicherung, dass
Baustellenfahrzeuge
zu folgenden Zeiten nicht in der
Ortnerstraße fahren dürfen, wurde klargestellt (bei Verstößen werden Strafen
verhängt)
- vor 7:00 Uhr
- von 12:00 bis 13:00 Uhr
- nach 17:00 Uhr
- samstags, sonntags und an Feiertagen
Mit Beginn des Schuljahres im September werden die Zeiten entsprechend den
Bedürfnissen der Schüler neu festgelegt.
Auf die Anfrage, ob die Gemeinde sowohl den Böschung(Grünstreifen) als auch die
Mauer (oder Teile davon) opfern will, um die Straße zu verbreitern, wurde uns leider
mitgeteilt, dass die Mauern und Böschung entlang des Ortnerwegs teilweise im
Besitz der Gemeinde und teilweise in Privatbesitz sind. Eine zukünftige Verbreiterung
der Straße könnte teilweise auf Gemeindegrundstücken und teilweise durch die
Bereitstellung von Privatgrundstücken erfolgen.
Derzeit sind insgesamt 21 Wohnungen vorgesehen, aber diese Zahl könnte sich im
Laufe des Baus aufgrund von Änderungsanträgen erhöhen.
D. Beschlussantrag – Schaffung von Klimaräumen
Leider wurde unser Beschlussantrag, auch in Brixen Klimaräume als Schutz vor der
Hitze einzurichten, nicht angenommen, obwohl anerkannt wurde, dass die
Klimaerwärmung auch unsere Stadt betrifft. Gerade im Juli haben wir alle gelesen,
dass die Musikschule den Unterricht wegen der übermäßigen Hitze in den
Klassenräumen unterbrechen musste.
Mit dem Antrag schlugen wir vor, ein Pilotprojekt zu starten, das die Einrichtung
spezieller Räume in klimatisierten Gebäuden (z. B. im Forum, in der Stadtbibliothek
und anderen öffentlichen Gebäuden) vorsieht, Senioren über 70 Jahren an Tagen mit
Temperaturen über 33 Grad freien Eintritt in das Schwimmbad Acquarena zu
gewähren. Außerdem sollten die verschiedenen Stadtparks (Spielplatz, Lido und
Rappanlagen) mit Sprühnebelanlagen ausgestattet werden, um die Temperatur zu
senken und so die Möglichkeit zur Abkühlung zu bieten.
Die Mehrheit antwortete, dass wir solche Räume nicht benötigen, da Brixen voller
Grünzonen und leicht erreichbarer angrenzender Wälder ist, und warf uns außerdem
vor, zusätzlichen Strom für die Klimatisierung neuer Räume verbrauchen zu wollen.
Dieser Vorwurf wurde sofort zurückgewiesen, da diese Räume bereits klimatisiert
sind. Darüber hinaus lässt sich daraus schließen, dass sich die Verwaltung wenig um
das Wohlbefinden älterer Menschen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität
kümmert.
